Geranien überwintern im Überwinterungszelt: zurückgeschnittene Geranien auf einem Regal im geöffneten Pflanzenzelt auf der Terrasse

Geranien überwintern: hell, dunkel oder im Zelt

Geranien überwintern Sie am einfachsten, wenn Sie sie vor dem ersten Frost hereinholen, um etwa die Hälfte zurückschneiden und an einem hellen Platz bei 5 bis 10 °C mit wenig Wasser durch den Winter bringen. Ohne Licht gelingt es auch, dann muss das Quartier aber kühler sein und die Pflanzen werden stärker gekürzt. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen alle Methoden vom Keller bis zum Überwinterungszelt, die richtigen Temperaturen und die Fehler, an denen Geranien im Winter am häufigsten scheitern.

Geranien überwintern: das Wichtigste vorab

Was im Handel als Geranie verkauft wird, ist botanisch eine Pelargonie. Die beliebten stehenden Geranien (Pelargonium-Zonale-Hybriden), die hängenden Efeugeranien (Pelargonium peltatum), Edelgeranien und Duftgeranien stammen ursprünglich aus dem südlichen Afrika und vertragen keinen Dauerfrost. Gleichzeitig sind sie mehrjährige Halbsträucher, die jahrelang weiterwachsen, wenn sie den Winter kühl und frostfrei verbringen. Das Überwintern lohnt sich deshalb fast immer: Überwinterte Pflanzen sind im Frühjahr kräftiger und blühen früher als neu gekaufte Jungpflanzen. Entscheidend sind drei Dinge, nämlich Temperatur, Licht und Wasser, und diese drei Faktoren müssen zueinander passen. Wie Sie empfindliche Pflanzen allgemein vor Kälte bewahren, lesen Sie im Ratgeber Pflanzen vor Frost schützen.

Geranien überwintern: so finden Sie das passende Quartier

Welche Methode für Sie passt, hängt vor allem davon ab, welche Räume Sie zur Verfügung haben. Ein heller Raum mit 5 bis 10 °C, etwa ein kühles Treppenhaus, ein unbeheiztes Gästezimmer oder ein Wintergarten, ist das beste Winterquartier. Haben Sie nur einen dunklen Keller oder eine frostfreie Garage, funktioniert die Überwinterung ebenfalls, solange es dort nicht wärmer als etwa 8 °C wird. Ohne Keller und ohne kühlen Raum bleibt der Platz auf Balkon oder Terrasse, dann aber nur in einem geschlossenen, beheizbaren Überwinterungszelt.

Eine einfache Regel hilft bei der Entscheidung: Je wärmer das Quartier ist, desto mehr Licht brauchen Geranien. Bei 15 °C und mehr wachsen sie weiter und verlangen einen Platz direkt am Südfenster. Bei 5 °C halten sie dagegen eine Winterruhe und kommen mit sehr wenig Licht aus. Problematisch ist nur die Kombination aus Wärme und Dunkelheit. Eine Wohnzimmertemperatur von 20 °C ist für Geranien im Winter generell zu warm.

Warum Geranien ein frostfreies Winterquartier brauchen

Geranien sind nicht winterhart. Kurze Nachtfröste bis etwa −2 °C überstehen kräftige Pflanzen manchmal, bei längerem Frost erfrieren aber Triebe und Wurzelballen, und das Gewebe wird glasig und matschig. Im Blumenkasten und im Topf ist die Gefahr besonders groß, weil die Erde von allen Seiten auskühlt.

Ein Winterquartier hat deshalb zwei Aufgaben: Es hält die Pflanzen frostfrei und bremst gleichzeitig ihr Wachstum. Bei 5 bis 10 °C verbrauchen Geranien kaum Energie und kommen mit dem schwachen Winterlicht aus. Echte winterharte Geranien gibt es zwar, das ist aber eine andere Pflanzengattung: der Storchschnabel (Geranium), eine Staude für das Gartenbeet, die ohne Schutz im Freien überwintert.

TIPP

Ernten Sie im Spätsommer ein paar Stecklinge von Ihren schönsten Geranien, bevor Sie die Mutterpflanzen einwintern. Fällt eine alte Pflanze im Winter aus, haben Sie dann bereits Nachwuchs derselben Sorte.

Die fünf Methoden im Vergleich

Es gibt fünf erprobte Wege, Geranien über den Winter zu bringen. Sie unterscheiden sich vor allem in Platzbedarf, Pflegeaufwand und darin, wie viele Pflanzen das Frühjahr erleben.

  1. Hell und kühl im Haus. Die Pflanzen werden um etwa ein Drittel bis die Hälfte eingekürzt und stehen bei 5 bis 10 °C an einem hellen Fenster, im Treppenhaus oder im Wintergarten.
    Vorteile: die sicherste Methode, die Pflanzen behalten einen Teil ihrer Blätter und starten im Frühjahr schnell. Nachteile: braucht einen hellen, kühlen Raum mit Fensterplatz, der in vielen Wohnungen fehlt.
  2. Dunkel und kühl im Keller oder in der Garage. Die Geranien werden auf etwa 15 bis 20 cm zurückgeschnitten, Blüten und die meisten Blätter werden entfernt, und die Pflanzen stehen bei 4 bis 8 °C im Topf oder im Blumenkasten.
    Vorteile: wenig Platzbedarf und kaum Pflege. Nachteile: funktioniert nur, wenn es wirklich kühl bleibt, sonst bilden sich lange, blasse Triebe.
  3. Ohne Erde, in Papier gewickelt oder kopfüber aufgehängt. Die Pflanzen werden ausgetopft, die Erde wird abgeschüttelt, und die stark gekürzten Pflanzen überwintern in Zeitungspapier oder einem Karton oder hängen kopfüber im kühlen Keller.
    Vorteile: braucht den wenigsten Platz, ideal für viele Pflanzen aus Blumenkästen. Nachteile: höhere Ausfälle, weil die Wurzeln austrocknen können, und im Frühjahr müssen alle Pflanzen neu eingetopft werden.
  4. Im Überwinterungszelt auf Balkon oder Terrasse. Ein geschlossenes Zelt wie das Überwinterungszelt Patioflora 80 hält Regen, Schnee und kalten Wind von den Pflanzen fern. Frostfrei bleibt es nur mit einer zusätzlichen Wärmequelle, etwa einem Frostwächter.
    Vorteile: die Lösung für alle ohne Keller und ohne kühlen Raum, die Pflanzen stehen hell. Nachteile: Sie müssen die Temperatur im Zelt kontrollieren und bei starkem Frost nachheizen.
  5. Als Stecklinge. Statt der ganzen Pflanze überwintern Sie bewurzelte Kopfstecklinge in kleinen Töpfen auf der hellen Fensterbank.
    Vorteile: sehr platzsparend, und Sie erhalten junge, wüchsige Pflanzen. Nachteile: Sie müssen die Stecklinge rechtzeitig im Spätsommer schneiden, und die alte Mutterpflanze geht verloren, wenn Sie sie nicht zusätzlich überwintern.

Wann sollte man Geranien zum Überwintern reinholen?

Holen Sie Geranien zum Überwintern herein, sobald die Nächte regelmäßig unter 5 °C fallen und spätestens vor dem ersten Frost. In den meisten Regionen Deutschlands ist das zwischen Ende September und Mitte Oktober der Fall.

Warten Sie nicht zu lange: Nach mehreren kalten, nassen Nächten sind die Pflanzen geschwächt und anfälliger für Grauschimmel im Winterquartier. Wählen Sie für das Einwintern einen trockenen Tag und gießen Sie in der Woche davor nur noch wenig, damit die Erde nicht durchnässt ins Quartier kommt. Düngen sollten Sie bereits ab Ende August nicht mehr, damit die Triebe ausreifen. Achten Sie auf den Wetterbericht, denn schon ein einziger Nachtfrost kann Blätter und junge Triebe schädigen.

Wann und wie schneidet man Geranien zum Überwintern zurück?

Schneiden Sie Geranien direkt beim Einräumen zurück, für ein dunkles Quartier auf etwa 15 bis 20 cm, für ein helles Quartier nur um ein Drittel bis die Hälfte. An jedem Trieb sollten zwei bis drei Blattknoten, auch Augen genannt, stehen bleiben.

Geranien zum Überwintern zurückschneiden: ein eingekürzter Geranientopf mit kurzen Trieben, daneben abgeschnittene Blüten und Blätter

Entfernen Sie alle Blüten und Knospen sowie welke oder kranke Blätter, denn sie sind im Winterquartier der häufigste Ausgangspunkt für Schimmel. Bei dunkler Überwinterung kürzen Sie auch die gesunden Blätter weitgehend, weil die Pflanze sie ohne Licht ohnehin abwirft. Schneiden Sie mit einer scharfen, sauberen Schere kurz oberhalb eines Blattknotens. Der eigentliche Formschnitt folgt im Frühjahr: Ende Februar oder im März kürzen Sie alle Triebe noch einmal auf zwei bis drei Augen und entfernen lange, dünne Triebe aus dem Winter. Hängende Efeugeranien behandeln Sie genauso, ihre langen Ranken kürzen Sie auf etwa 20 cm.

Bei wieviel Grad überwintert man Geranien?

Geranien überwintern am besten bei 5 bis 10 °C, wenn sie hell stehen, und bei 4 bis 8 °C, wenn das Quartier dunkel ist. Unter 2 °C sollte die Temperatur nicht fallen, über 12 °C beginnen die Pflanzen ohne viel Licht zu wachsen.

Edelgeranien (Pelargonium-Grandiflorum-Hybriden) sind etwas wärmebedürftiger und stehen besser hell bei 10 bis 15 °C. Sie bilden ihre Blütenknospen allerdings nur, wenn sie im Winter einige Wochen kühl stehen. Messen Sie die Temperatur im Quartier, statt sie zu schätzen. Ein einfaches Min-Max-Thermometer zeigt Ihnen auch die Tiefstwerte der Nacht, die Sie tagsüber sonst nicht bemerken. Kellerräume mit Heizungsanlage sind oft deutlich wärmer als gedacht.

INFO

Geranien speichern Wasser und Nährstoffe in ihren verholzten Trieben. Von diesen Reserven leben sie im Winter. Je wärmer und dunkler das Quartier ist, desto schneller verbrauchen sie sie und desto schwächer starten sie ins Frühjahr.

Geranien überwintern: hell oder dunkel?

Hell zu überwintern ist für Geranien die bessere Wahl, weil die Pflanzen ihre Blätter behalten und im Frühjahr schneller wieder blühen. Dunkel zu überwintern funktioniert ebenfalls, wenn das Quartier konstant zwischen 4 und 8 °C liegt und die Pflanzen stark zurückgeschnitten werden.

Geranien überwintern im hellen Keller: zurückgeschnittene Geranien in Tontöpfen unter einem Fenster, Thermometer zeigt 8 °C

Ein Kellerraum mit Fenster vereint beide Vorteile: Er ist kühl, und das wenige Tageslicht reicht den eingekürzten Pflanzen. In einem ganz lichtlosen Raum ohne Fenster überwintern Geranien in einer Art Ruhezustand. Sie werfen die verbliebenen Blätter ab, und das ist normal. Im Gewächshaus oder Wintergarten überwintern Geranien sehr gut, wenn der Raum zuverlässig frostfrei gehalten wird. Ein unbeheiztes Gewächshaus kühlt in klaren Frostnächten dagegen fast so stark aus wie die Umgebung. Wie Sie ein Gewächshaus mit wenig Aufwand frostfrei halten, erklärt der Ratgeber Frostwächter mit Thermostat.

Können Geranien draußen überwintern?

Im Freien ohne Schutz überwintern Geranien nicht, weil sie keinen Dauerfrost vertragen. Eine Abdeckung mit Gartenvlies hilft nur in einzelnen leichten Frostnächten im Herbst. Draußen überwintern können Geranien nur in einem geschlossenen Überwinterungszelt, das mit einer Wärmequelle frostfrei gehalten wird.

Für Balkon und Terrasse eignet sich das Überwinterungszelt Patioflora 80 mit den Maßen 183 × 83 × 173 cm. Die Grundfläche reicht für mehrere Blumenkästen und Töpfe, und auf einem Regal stehen die Pflanzen näher am Licht. Die lichtdurchlässige Folie sorgt dafür, dass die Geranien hell überwintern. Ohne Heizung ist das Zelt in Frostnächten aber kaum wärmer als die Umgebung. Deshalb gehört eine Wärmequelle hinein. Ohne Steckdose ist das zum Beispiel der Kerzen-Frostwächter FireFly, dessen Kerze mindestens 42 Stunden brennt und so einzelne Frostnächte überbrückt. Die Isolierhülle für das Patioflora 80 legt ein Luftpolster zwischen Pflanzen und Außenluft, und die passenden Bodenisolierung trennt die Töpfe von kalten Fliesen, die nachts besonders viel Wärme ableiten. So verbraucht die Wärmequelle weniger Brennstoff. Für lange, strenge Frostperioden ist eine elektrische Gewächshausheizung mit Thermostat die zuverlässigere Wahl. Allgemeine Hinweise zu Aufbau und Standort finden Sie im Ratgeber Winterschutzzelt für Pflanzen.

Müssen Geranien beim Überwintern gegossen werden?

Ja, Geranien müssen auch im Winter gegossen werden, aber nur sehr sparsam. Hell überwinterte Pflanzen bekommen etwa alle zwei bis drei Wochen einen kleinen Schluck Wasser, dunkel überwinterte Geranien nur alle vier bis sechs Wochen so viel, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet.

Gießen Sie lieber zu wenig als zu viel. Nasse Erde bei niedriger Temperatur lässt die Wurzeln faulen und fördert Schimmel an Trieben und Blättern. Prüfen Sie vor jedem Gießen mit dem Finger, ob die Erde einige Zentimeter tief trocken ist, und verwenden Sie zimmerwarmes Wasser. Wasser, das nach 15 Minuten im Untersetzer steht, schütten Sie weg. Dünger brauchen Geranien im Winterquartier nicht. Mehr über den Wasserbedarf von Pflanzen in der kalten Jahreszeit lesen Sie im Ratgeber Pflanzenbewässerung im Winter.

Kann man Geranien ohne Erde überwintern?

Ja, Geranien lassen sich ohne Erde überwintern, wenn der Raum dunkel, kühl bei 4 bis 8 °C und eher luftfeucht ist, etwa in einem alten Gewölbekeller. Die Methode spart Platz, führt aber zu mehr Ausfällen als die Überwinterung im Topf.

So gehen Sie vor: Topfen Sie die Pflanzen aus, schütteln Sie die Erde ab und kürzen Sie Triebe und Wurzeln auf etwa 15 cm. Entfernen Sie alle Blätter. Danach wickeln Sie jede Pflanze locker in Zeitungspapier und legen sie in einen Karton, oder Sie hängen die Pflanzen gebündelt kopfüber an eine Schnur. Eine Plastiktüte eignet sich nur, wenn sie offen bleibt oder Löcher hat, denn in einer geschlossenen Tüte bildet sich Kondenswasser und damit Schimmel. Kontrollieren Sie die Pflanzen einmal im Monat. Wirken die Triebe schrumpelig, stellen Sie die Wurzeln für einige Stunden in Wasser.

Geranien über Stecklinge überwintern

Stecklinge sind die platzsparendste Form, Geranien zu überwintern. Schneiden Sie dafür im August oder Anfang September 8 bis 10 cm lange Triebspitzen ohne Blüten, entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Triebe in Anzuchterde.

Geranien über Stecklinge überwintern: bewurzelte Geranienstecklinge in kleinen Töpfen auf der hellen Fensterbank

Bei 18 bis 20 °C und gleichmäßig leicht feuchter Erde bilden die Stecklinge nach etwa zwei bis vier Wochen Wurzeln. Lassen Sie die Schnittstellen vorher einige Stunden antrocknen, das beugt Fäulnis vor. Ist Ihre Fensterbank im Herbst zu kühl, hilft eine Wärmeplatte mit Digital-Thermostat: Sie erwärmt die Erde im Wurzelbereich gezielt, ohne den ganzen Raum zu heizen. Sind die Stecklinge bewurzelt, überwintern sie hell bei 10 bis 15 °C auf der Fensterbank. Im Februar knipsen Sie die Spitzen aus, damit die Jungpflanzen buschig werden.

So wählen Sie das richtige Winterquartier

Entscheiden Sie anhand des Raums, den Sie haben, nicht anhand der Pflanze. Die folgenden Situationen sind die häufigsten:

  • Kühler, heller Raum vorhanden: Überwintern Sie hell bei 5 bis 10 °C und schneiden Sie nur mäßig zurück. Das ist die Methode mit den geringsten Verlusten.
  • Nur ein dunkler Keller oder eine frostfreie Garage: Überwintern Sie dunkel bei 4 bis 8 °C mit starkem Rückschnitt und sehr wenig Wasser.
  • Viele Blumenkästen, wenig Platz: Lassen Sie die Geranien im Blumenkasten, kürzen Sie sie stark und stellen Sie die Kästen übereinander ins kühle Quartier. Das spart das Umtopfen im Frühjahr.
  • Kein Keller, nur Balkon oder Terrasse: Nutzen Sie ein geschlossenes Überwinterungszelt mit Isolierung und Wärmequelle und kontrollieren Sie die Temperatur mit einem Thermometer.
  • Nur eine warme Wohnung: Stellen Sie die Pflanzen an das hellste und kühlste Fenster, etwa im Schlafzimmer, oder überwintern Sie statt der großen Pflanzen nur Stecklinge.
  • Edel- und Duftgeranien: Überwintern Sie diese immer hell, weil sie eine dunkle Überwinterung schlechter vertragen als stehende und hängende Geranien.

Dieselbe Abwägung zwischen hellem und dunklem Quartier kennen Sie vielleicht schon von anderen Kübelpflanzen wie dem Oleander oder dem Zitronenbaum. Geranien sind dabei deutlich anspruchsloser und verzeihen kleine Fehler eher.

Grenzen und typische Fehler

Die meisten Geranien gehen im Winter nicht an Kälte ein, sondern an einem Quartier, das zu warm, zu dunkel oder zu nass ist. Diese Fehler und Anzeichen sollten Sie kennen:

  • Geiltriebe: Lange, dünne und blasse Triebe entstehen, wenn das Quartier zu warm und zu dunkel ist. Senken Sie die Temperatur oder stellen Sie die Pflanzen heller. Die Geiltriebe schneiden Sie im Frühjahr ab.
  • Schimmel: Grauer, pelziger Belag auf Trieben und Blättern ist Grauschimmel. Er entsteht durch Nässe, abgestorbene Pflanzenteile und stehende Luft. Entfernen Sie befallene Teile sofort, gießen Sie weniger und lüften Sie an frostfreien Tagen.
  • Gelbe Blätter: Einzelne gelbe Blätter sind im Winter normal, weil die Pflanze bei wenig Licht Blätter abwirft. Werden viele Blätter auf einmal gelb und ist die Erde nass, gießen Sie zu viel.
  • Vertrocknete Geranien: Kratzen Sie mit dem Fingernagel vorsichtig an einem Trieb. Ist das Gewebe darunter grün, lebt die Pflanze noch und treibt im Frühjahr wieder aus. Braune, hohle Triebe schneiden Sie bis ins gesunde Gewebe zurück.
  • Zu früh ins Warme: Wer die Pflanzen schon im Januar in die warme Wohnung holt, erhält schwache Triebe, weil das Licht dann noch nicht ausreicht.
TIPP

Legen Sie eine Styroporplatte oder ein Holzbrett unter Töpfe und Blumenkästen, wenn sie auf einem kalten Kellerboden oder auf Fliesen stehen. So bleibt der Wurzelballen wärmer und trockener als die Luft darüber.

Checkliste für den Herbst

  • ✓Ab Ende August nicht mehr düngen und im September weniger gießen
  • ✓Im August oder Anfang September Stecklinge von besonderen Sorten schneiden
  • ✓Geranien vor dem ersten Frost hereinholen, sobald die Nächte unter 5 °C fallen
  • ✓Blüten, Knospen sowie welke und kranke Blätter entfernen
  • ✓Für ein dunkles Quartier auf 15 bis 20 cm, für ein helles um ein Drittel bis die Hälfte zurückschneiden
  • ✓Quartier mit 5 bis 10 °C hell oder 4 bis 8 °C dunkel wählen
  • ✓Thermometer aufstellen und die Temperatur regelmäßig kontrollieren
  • ✓Hell alle zwei bis drei Wochen, dunkel alle vier bis sechs Wochen sparsam gießen
  • ✓Ab Ende Februar heller und etwas wärmer stellen, nachschneiden und umtopfen

Überwinterungszelt für Geranien auf Balkon und Terrasse

Wenn Ihnen ein kühler Raum im Haus fehlt, überwintern Ihre Geranien in einem Überwinterungszelt direkt auf Balkon oder Terrasse. Isolierhülle und Bodenisolierung verringern den Wärmeverlust über Wände und Boden, und auf dem Regal stehen die eingekürzten Pflanzen näher am Licht.

Überwinterungszelt „Patioflora 80“

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Regal für „Patioflora 80“ 80 × 28 cm

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Wärme für Winterquartier und Stecklinge

Ein Zelt allein ist nicht frostfrei. Für einzelne Frostnächte ohne Stromanschluss eignet sich ein Kerzen-Frostwächter, für die Bewurzelung von Stecklingen auf einer kühlen Fensterbank eine Wärmeplatte.

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Häufige Fragen zum Überwintern von Geranien

Kurze Antworten auf die Fragen, die beim Überwintern von Geranien am häufigsten gestellt werden.

Wie oft kann man Geranien überwintern?

Geranien lassen sich viele Jahre hintereinander überwintern, in der Praxis meist drei bis fünf Jahre. Danach verholzen die Pflanzen stark und blühen schwächer. Dann ersetzen Sie sie am besten durch Stecklinge der alten Pflanze.

Welche Geranien sind winterhart?

Die Balkongeranien, also Pelargonien, sind nicht winterhart und brauchen ein frostfreies Winterquartier. Winterhart ist nur der Storchschnabel (Geranium), eine Gartenstaude, die oft ebenfalls Geranie genannt wird und ohne Schutz im Beet überwintert.

Wann holt man Geranien aus dem Winterquartier?

Ab Ende Februar stellen Sie Geranien heller und bei 12 bis 15 °C etwas wärmer, damit sie austreiben. Ins Freie dürfen sie nach den Eisheiligen Mitte Mai. Vorher gewöhnen Sie die Pflanzen an frostfreien Tagen einige Stunden im Schatten an Sonne und Wind.

Muss man Geranien nach dem Überwintern umtopfen und düngen?

Ja, topfen Sie Geranien im März nach dem Rückschnitt in frische Balkonpflanzenerde um und gießen Sie danach schrittweise mehr. Mit dem Düngen beginnen Sie, sobald sich kräftige neue Blätter zeigen, meist ab April. Überwinterte Geranien pflanzen Sie Mitte Mai wieder in Balkonkästen.

Mit einem frostfreien, hellen Winterplatz kommen Ihre Geranien kräftig durch den Winter und blühen im nächsten Sommer früher als neu gekaufte Pflanzen.

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